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Wenn Bewegung nicht leicht fällt

Jeder sagt, dass mir mehr Bewegung gut tun würde. Beim Joggen schmerzt jedoch mein ganzer Körper und auch Gehen ist bereits anstrengend. Ein Gespräch mit einem spezialisierten Arzt oder Berater kann dir dabei helfen neue Behandlungsmöglichkeiten zu entdecken.

Häufige Beschwerden bei Adipositas

Nein, du bildest dir das nicht ein: Viel Gewicht auf den Gelenken, der Muskulatur und den Knochen führt häufig zu starken Schmerzen in den Knien, der Hüfte oder der Wirbelsäule. Auch ein chronischer Ganzkörperschmerz wird von Betroffenen berichtet. Meist sorgt dies für eine weitere Gewichtszunahme, denn wer Schmerzen bei jeder Bewegung hat, bewegt sich meist weniger und nimmt in der Folge weiter zu.

Menschen mit einem BMI zwischen 30-35 berichten fast

2x

so oft an Schmerzen zu leiden wie Normalgewichtige.

2.5x

öfter leiden Menschen mit einem BMI zwischen 35-40 an Schmerzen als Normalgewichtige.

Menschen mit einem BMI über 40 berichten

3.5x

öfter an Schmerzen zu leiden als Normalgewichtige.

* Arthur A. Stone, PhD., und Joan E. Broderick, Ph.D , Stony Brook Universität: "Obesity and Pain Are Associated in the United States,” (2012)

Begleit- und Folgeerkrankungen von Adipositas

Adipositas bedingt eine Reihe von Begleiterkrankungen, einige davon können lange unbemerkt bleiben. Verschaffe dir hier einen Überblick, warum eine Gewichtsreduktion vorteilhaft sein kann. Ein Gespräch mit einem spezialisierten Arzt oder Berater für Adipositas kann helfen, dich über Behandlungsmöglichkeiten sowie dein Risikoprofil aufzuklären.

  • Arthrose

    Der Begriff Arthrose bezeichnet den fortschreitenden Verschleiß von Gelenken und ist schmerzhaft. Es ist völlig natürlich, dass sich die Gelenkknorpel mit den Jahren abnutzen.
    Bei Menschen, die mit Adipositas leben, verschleissen die Gelenke jedoch schneller, besonders das Knie- und Hüftgelenk sind betroffen.

    Dies liegt zum einen daran, dass das zusätzliche Gewicht den Knorpel übermässig zusammendrückt. Zum anderen sorgt das Fettgewebe für die Aktivierung von Immunzellen und damit auch für mehr entzündliche Prozesse in den Gelenken.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    Zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) zählen im weitesten Sinne sämtliche Krankheiten des Herzens und der Blutgefäße. Darunter fallen laut Weltgesundheitsorganisation beispielsweise Bluthochdruck (Hypertonie), Schlaganfall, Thrombose, Krampfadern und die koronare Herzkrankheit, eine Verengung der Herzkranzgefäße, häufig hervorgerufen durch Arterienverkalkung (Arteriosklerose).

    Eine Frau mit einem BMI von über 29 hat ein 3.6 fach erhöhtes Risiko für das Auftreten von HKE. Bei Männern reicht eine Gewichtzunahme von 10% um das Risiko um 38% ansteigen zu lassen.

    Bei Menschen, die mit Adipositas leben, muss das Herz deutlich mehr Körpermasse mit Blut versorgen und steht so unter einer erhöhten Belastung. Dazu kommen meist ein erhöhter Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte, so dass Arteriosklerose schneller enstehen kann. Diese Verengung der Blutgefäße kann am Herzen und im Gehirn zur verminderten Durchblutung führen. Wenn ein Gefäß ganz verschlossen wird, kann es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen.

  • Schlafstörungen
    Bist du tagsüber ermüdet, da du nicht gut schlafen kannst? Dann bist du nicht allein. Menschen mit Adipositas haben eine 10-fach höhere Wahrscheinlichkeit Schlafstörungen wie Schnarchen und Schlafapnoe zu entwickeln.

    Übergewicht führt zu einer veränderten Stoffwechsellage, die die Muskelfunktion der oberen Atemwege im Schlaf negativ beeinflusst. Dies ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Zudem kann ein erhöhtes Körpergewicht zur Einlagerung von unelastischem Fettgewebe im Rachenraum führen, und diese Fetteinlagerungen wiederum erschweren unter Umständen zusätzlich den Fluss der Atemluft.
  • Diabetes Typ II

    6,7 Millionen Menschen sind in Deutschland von Diabetes betroffen. Mehr als 90 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ II leben mit Adipositas.

    Die Krankheit Diabetes Typ II wird von der deutschen Diabetes Hilfe als „relativer Insulinmangel“ beschrieben. Die Bauchspeicheldrüse produziert zunächst noch Insulin, aber die Körperzellen verlieren ihre Empfindlichkeit für das Hormon. Die Bauchspeicheldrüse versucht dies auszugleichen, indem sie immer mehr Insulin ausschüttet bis die hohe Insulinproduktion nicht mehr aufrecht erhalten werden kann und diese nachlässt. Dadurch gelangt immer weniger Zucker in die Körperzellen. Der Zucker bleibt vermehrt im Blut, wo er schädliche Auswirkungen hat.


    Diabetes Typ II hat weiterhin einen beschleunigenden Einfluss auf die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie der Entwicklung von einigen Krebsarten.

  • Krebs

     Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken, jedoch sind die genauen Zusammenhänge noch nicht geklärt. Es wird diskutiert, dass Fettgewebe große Mengen an Östrogen produziert; ein Überschuss an Östrogen steht in Zusammenhang mit Endometriumkrebs und postmenopausalem Brustkrebs.

    Fettzellen produzieren zudem spezielle Hormone, die Adipokine, die das Zellwachstum fördern oder hemmen. So steht beispielsweise das Leptin, das bei Adipösen verstärkt hergestellt wird, im Verdacht, das Zellwachstum und somit das Krebsrisiko zu fördern. Von Adiponektin, das bei Übergewicht in geringeren Mengen vorliegt, wird vermutet, dass es das Zellwachstum hemmt und somit krebsvorbeugend wirkt.

    Gleichzeitig ist der Spiegel an freien Fettsäuren im Blut oder auch in bestimmten Organen erhöht. Dies kann zu einer direkten "Energieversorgung" von bereits entstandenen Tumorzellen beitragen, sodass diese schneller wachsen können, wie beim Brustkrebs bereits experimentell bestätigt wurde.

    Bei Adipösen wandern im Rahmen von unterschwelligen Entzündungsreaktionen Zellen des Immunsystems in das Fettgewebe ein. Insbesondere die sogenannten tumor-assoziierten Makrophagen (die zu den weißen Blutkörperchen gehören) stehen im Verdacht, Tumorwachstum zu fördern.

    Wenn sich der eigene BMI-Wert um 5 erhöht (5kg/m2), steigt das Risiko an Speiseröhrenadenom, Nierenkrebs und/oder Endometriumkrebs zu erkranken um 30-60%. Auch die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und postmenopausalen Brustkrebs zu erkranken erhöht sich, um 13–18 %.

    Eheman C et al. Cancer 2012; 118:2338–66.

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